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Der Weg zum richtigen Beruf

Aktualisiert: 12. Juli 2019

„Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“


Mein Weg zum richtigen Beruf war ziemlich hart und lang. Ich habe nach meinem Realschulabschluss mit einem Schnitt von 1,7 eine Ausbildung zur Industriekauffrau angefangen.

Wie ich dazu kam?


Ich habe in der 9. Klasse nach dem passenden Beruf für mich gesucht. Ein innerer Wunsch nagte in mir, etwas mit Fotografie zu machen. Habe geschaut welche Möglichkeiten es gab. Es schien alles unmöglich und man gab mir das Gefühl ich darf etwas anderes als dem Standard nicht entsprechen. In meinem Umfeld waren viele Mädchen im Büro und andere Möglichkeiten schien es nicht zu geben.

Ich war dann erstmal glücklich, als ich eine Stelle bekommen habe.

Zuerst lief alles ganz okay, aber mit der Zeit habe ich immer größere Schwierigkeiten in der Schule bekommen und ich wurde eine der schlechteste in der Klasse. Das hatte mich damals ziemlich runter gezogen, weil ich eben immer sonst Klassenbeste war und eine gute Schülerin.

Es wurde immer schlimmer. In Rechnungswesen gab es irgendwann nur noch Noten von 4 bis 6. Mein Körper wurde dadurch so geschwächt, dass ich sehr oft krank wurde und es sogar auf die Psyche ging und ich einige male Nervenzusammenbrüche gab.

Es wussten nicht so viele in meinem Umfeld. Ich hatte das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. Also habe ich diese Last versucht Gott abzugeben und damit alleine klar zu kommen.

Bis ich eines Tages auf der Arbeit nicht mehr konnte und vor meinen Ausbilderinnen einfach losgeweint habe und es endlich loswerden konnte. Es war in der Zeit, die tiefste Phase meines Lebens. Ich hatte jedes Mal tierisch Angst vor einer Prüfung. Ich wurde immer stiller, hab viel geweint, konnte nie auf Arbeit wirklich ich selbst sein, ich hatte wirklich Angst zu versagen, das hat mich so fertig gemacht.


Das war das Resultat, dass ich den falschen Beruf gewählt habe, nicht weil die Leute schlecht waren, sondern weil ich etwas tat, was mich tief unglücklich gemacht hat und nicht erfüllt hat.


Ich habe in der Zeit zu Gott gefleht, weil ich keinen Ausweg wusste und er mir schon so viel geholfen hat.

Eines Tages kam der nächste Schlag. Ich wurde zu meinem Chef gerufen, der mir mitgeteilt hat, dass ich nun aufhören müsste mit der Fotografie, das ich damals mit einem Nebengewerbe am Laufen hatte und Deutschlandweit fotografiert hatte. Nun war ich noch mehr zerstört. Das was meine größte Leidenschaft war, sollte ich aufgeben? Aber ich unterordnete mich und tat was mir gesagt wurde.

Dazu muss ich sagen, dass es eine Gebetserhörung war, auch wenn es unheimlich schwer war loszulassen.


Wie viele wissen, war ich vorher in einer Konservativen Gemeinde, wo mir aus bestimmten Gründen das Fotografieren verboten wurde. Ich konnte es nicht verstehen und war etwas aufgebracht, aber ich wollte es in Ruhe mit Gott klären, wie mein nächster Schritt aussehen sollte. Also bat ich Gott um eine klare Antwort und kurze Zeit später kam eben mein Arbeitgeber auf mich zu….


Das war zwar ein harter Schlag, aber ich konnte es von Gott annehmen und heute weiß ich, dass es absolut richtig war, denn jetzt ist alles viel besser als ich erwartet hatte. In der Zeit, konnte ich mit einem klaren Kopf, viele für mich wichtige Dinge entscheiden. Gott ist groß und er weiß immer was gut für einen ist!

Ich hatte also aufgehört mit fotografieren und nur noch ein paar Rest Aufträge erledigt.

Auf der Arbeit hat mich meine Ausbilderin und meine Kollegen, mit denen ich meine Ausbildung angefangen habe, so krass gut unterstützt und haben mich versucht wieder auf die Beine zu stellen, auch im schulischen Teil. Ich habe viel Nachhilfe bekommen, was aber einfach nichts gebracht hat. Es kam nicht in meinen Kopf rein. Es war einfach eine Sache, die mir nicht liegt.

Mir wurde dann die Möglichkeit gegeben, meine Ausbildung ein Jahr zu verlängern und die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement zu wechseln. Was ich dann auch getan habe.

Es lief wieder super in der Schule und ich schrieb sehr gute Noten. Aber ich wusste ich bin immer noch nicht auf dem Platz, wo Gott mich gebrauchen will. Ich wusste, es ist so sinnlos, was ich den ganzen Tag mache, es erfüllt nicht mein Leben. Ich möchte zur Ehre Gottes Leben, etwas Sinnvolles tun. Menschen glücklich machen!


Also betete ich weiter dafür.


Nach einiger Zeit wurde ich auf eine private Akademie aufmerksam, an der man ohne Abitur Fotodesign studieren konnte. Mir kam auf einmal immer verstärkt der Gedanke auf mich selbstständig zu machen. Wieder betete und betete ich dafür.

Der Gedanke dazu wurde immer stärker und ich habe gemerkt, wie Gott mir die Türen einfach immer weiter dazu geöffnet hat und ich meine Lebensaufgabe plötzlich darin klar sehen konnte.

Viele Menschen waren auch sehr kritisch dem gegenüber, stellten mir die Fragen:

Und was ist mit der Sicherheit? Dann musst du dich selbst versichern! Die ganzen Kosten! Mach doch die Ausbildung zu Ende! Selbstständige Frauen ohne Mann gibt es selten, ob du das schaffst? Du brauchst doch was festes?

Nein brauche ich nicht, weil ich safe Gott bei mir habe. Und das hat sich in den letzten 3 Monaten auch so bewiesen.


Ich traf also AKTIV die Entscheidung meine Ausbildung abzubrechen, trotz vieler Unsicherheit anderer Menschen.

Aber es gab noch die andere Seite, die Menschen, die mich von erster Sekunde an unterstützt haben, die keine Zweifel an mir haben, die zu mir stehen, an mich Glauben und mich motivieren immer weiter zu machen. Das sind die Menschen, die mich lieben und die mich dadurch dazu gebracht haben hier zu stehen wo ich gerade bin. Ich danke euch !!!


Aber ich wusste, dass das die beste Entscheidung meines Lebens bis jetzt war, zu der Gott allein mich geführt hat.

Die Zeit in der Ausbildung, hat was gebracht, denn die hat mich wachsen lassen und stärker gemacht und auf meine Selbstständigkeit vorbeireitet. Und ich durfte wundervolle Menschen kennenlerne die zu engen Freunden geworden sind.


Ich liebe jetzt meinen Job und bin überglücklich. Klar, gibt es auch mal keine rosigen Tage und es laufen Dinge schief, aber ich lebe dennoch meinen Traum und das habe ich unter 20 Jahren geschafft. Ich bin einfach nur DANKBAR, weil aus eigener Kraft hätte ich es nicht geschafft.


GOTT ALLEIN DIE EHRE!


Ich kann nun sagen: „Ich habe den Beruf jetzt gewählt den ich liebe und ich brauche keinen Tag mehr zu arbeiten :D“


Was ich euch nun ans Herz legen möchte:

Habt keine Angst anders zu sein als andere.

Habt keine Angst nicht dem Standard zu entsprechen.

Habt keine Angst vor der Kritik der Menschen.

Hab keine Angst was Neues zu schaffen oder auszuprobieren.


Es geht nicht nur darum WAS du wirst, sondern WIE du wirst!!!

@gymifilms



Die Selbstständigkeit ist wirklich was Gutes, auch wenn es in der Schule nicht gelehrt wird. Ich hätte es gerne auch früher gewusst.

Also wenn du einen Plan hast, wenn du eine Idee hast und mit Herz und Blut und voller Leidenschaft dahinterstehst und es dein Traum ist, sage ich dir ganz direkt: Sch**ß drauf, was gesagt wird und auf die negativen Menschen die sich nichts trauen und eine schlechte Lebenseinstellung haben.

Kämpfe dafür, arbeite hart, auch mal einige Nächte durch, sei selbstbewusst und glaube an dich, dass du das schaffst und LEBE DEINEN TRAUM!


Vergiss Gott dabei nicht!! Denn er führt dich den Weg und er ist der Grund warum wir leben, er ist der Grund warum wir EWIG leben werden!


Das was du am Ende bereuen wirst, ist das was man am Ende nicht gemacht hat!